Die europäische PVC-Industrie stellte auf der Konferenz PVC 2008 in Brighton den neuesten jährlichen Fortschrittsbericht zu ihrem Nachhaltigkeitsprogramm Vinyl 2010 vor. Der Bericht bestätigt, dass man auf gutem Weg ist, die Zielvorgaben zu erreichen, die in der Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung des Programms Vinyl 2010 gesetzt wurden. Vinyl 2010 ist ein Zehnjahresplan für die Verbesserung der PVC-Produktionsprozesse und -Produkte, die Minimierung von Emissionen, die Abfallverringerung sowie die Steigerung der Erfassung und Verwertung von Altmaterial.
2007 wurden durch Projekte im Rahmen von Vinyl 2010 149.500 Tonnen Alt-PVC verwertet. Gegenüber 2006, als 83.000 Tonnen verwertet wurden, bedeutet dies eine Steigerung um 80 Prozent. Die Zielvorgabe für 2010 lautet 200.000 Tonnen. In den beiden vorhergehenden Jahren (2005 und 2006) konnte die Verwertungsmenge jeweils verdoppelt werden. Dieses starke Wachstum setzte sich 2007 fort, was von den externen Prüforganisationen bestätigt wurde.
Eine neue Entwicklung im Jahr 2007 war der Start der Stiftung ?Vinyl Foundation?, eines gemeinsam mit EuPC, dem europäischen Dachverband der Kunststoffverarbeiter, entwickelten Finanzierungs­mechanismus. Die Stiftung soll sicherstellen, dass ausreichende finanzielle Unterstützung für die Vinyl 2010 Projekte zur Verfügung steht. Der Verband ESWA verwertete über sein Projekt ROOFCOLLECT® zur Erfassung und Verwertung von Altdachbahnen und Bauwerksabdichtungen in Europa 6.600 Tonnen und übertraf damit seine Zielvorgaben. Die Ausweitung der Recovinyl Aktivitäten auf Weich-PVC im Jahr 2007 führte zur Entwicklung von Synergien mit ROOFCOLLECT®. So übertrug ROOFCOLLECT® sein Registrierungssystem an Recovinyl.
Das ROOFCOLLECT® System erfuhr 2007 eine Ausweitung seiner geografischen Reichweite. Neue Verwerter wurden in Frankreich, der Tschechischen Republik und Ungarn eingesetzt.
Wie Karin Arz, Leiterin des ROOFCOLLECT® Systems, berichtet, wurden in 2007 die Marketing-Aktivitäten auf Logistikgruppen unter Beteiligung von Experten aus den Mitgliedsfirmen sowie aus Verwertungsfirmen verstärkt. In diesem Zusammenhang wurden Tagungen in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien (Norwegen und Schweden) sowie durch Interseroh in Österreich, Deutschland und Italien organisiert.